Warum unsere Kleidung ihren Preis hat | Clara Himmel

Fashion Revolution Week

Warum Mode ihren Preis hat – und wer unsere Kleidung macht

Fashion Revolution Week – Who made my clothes?
Fashion Revolution Week

Jedes Jahr stellt die Fashion Revolution Week eine Frage, die aktueller ist denn je: Who made my clothes?

Diese Frage steht seit 2013 weltweit für mehr Transparenz in der Modebranche. Ausgelöst wurde die Bewegung durch den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch, bei dem mehr als 1.100 Menschen ihr Leben verloren. Seitdem erinnert sie daran, wie wichtig transparente Arbeitsbedingungen und Verantwortung in der Herstellung von Kleidung sind.

Denn Kleidung ist heute oft selbstverständlich geworden, dabei steckt hinter jedem einzelnen Teil ein langer Weg.

I made your clothes – Näherinnen in der Produktion
Hinter jedem Kleidungsstück stehen Menschen, Entscheidungen und ein langer Weg.
clara himmel · seit 2017
Atelier clara himmel – Anprobe und Schnittentwicklung

Der Weg zu einem Kleidungsstück beginnt lange vor der Produktion

Was viele nicht sehen: Ein Kleidungsstück beginnt nicht erst in der Fertigung. Bevor ein Teil überhaupt produziert wird, entstehen erste Ideen, Schnitte, Materialentscheidungen und Prototypen.

Es wird angepasst, verändert, erneut getestet und oft mehrfach überarbeitet, bis Passform, Material und Verarbeitung wirklich stimmen. Gerade bei kleinen Kollektionen bedeutet das: viel Zeit, viele Entscheidungen und ein hoher Entwicklungsaufwand pro Modell.

Auch dieser Prozess gehört zum tatsächlichen Wert eines Kleidungsstücks und er ist im Endpreis kaum sichtbar, aber immer enthalten.

clara himmel Labels – 100% Organic Cotton, Made in Portugal

Warum die Materialien teurer sind

Für unsere Kollektionen verwenden wir bewusst Materialien wie Bio-Baumwolle, Lyocell oder Leinen aus kontrollierten Quellen.

Bio-Baumwolle

Anbau ohne schädliche Pestizide.

Lyocell

Ressourcenschonendere Herstellung, biologisch abbaubar

Leinen

Geringerer Wasserverbrauch im Anbau, robuste Langlebigkeit

Diese Materialien kosten in der Herstellung mehr, weil ihre Gewinnung aufwendiger ist und strengeren Standards folgt. Das schlägt sich im Preis nieder.

Kleine Produktionsmengen in Europa

Ein weiterer wichtiger Punkt: Wir produzieren bewusst in kleinen Auflagen. Unsere Teile entstehen im eigenen Atelier sowie gemeinsam mit ausgewählten Partnern in Europa.

Kleine Produktionsmengen bedeuten zwar höhere Stückkosten, verhindern aber Überproduktion und unnötige Lagerbestände. Wir kennen unsere Produktionspartner persönlich. Wir wissen, wer unsere Kleidung näht.

Denn große Mengen senken zwar Preise, führen aber oft zu Überschüssen, Rabattdruck und unnötigem Ressourcenverbrauch.

Warum unsere Kleidung ihren Preis hat

Die Frage nach dem Preis hören wir oft und wir finden sie absolut berechtigt. Ein Kleidungsstück trägt nicht nur Materialkosten in sich, sondern viele Entscheidungen entlang des gesamten Weges.

  • Hochwertige MaterialienBio-Baumwolle, Lyocell und Leinen aus kontrollierten Quellen kosten mehr als konventionelle Alternativen
  • Löhne entlang der ProduktionskettePartner, die wir persönlich kennen – langfristige Zusammenarbeit mit europäischen Betrieben, statt anonymer Lieferketten
  • Sorgfältige Entwicklung mit mehreren PrototypenZeit, Expertise und Anpassungsrunden, bevor ein Teil in die Fertigung geht
  • Kleine Produktionsmengen ohne MassenrabatteBewusst geplante Auflagen statt Überproduktion — kein Rabattdruck, keine Überschüsse
  • Langlebige QualitätEin Kleidungsstück, das nicht nach einer Saison ersetzt werden muss, ist am Ende das günstigere
Seit 2017

Schritt für Schritt.
Bewusst.

Nicht perfekt, aber mit Nähe zum Produkt, transparenten Entscheidungen und dem Anspruch, es Schritt für Schritt besser zu machen. Die Frage Who made my clothes? ist für uns keine Kampagne für eine Woche, sondern Teil unserer täglichen Arbeit. 🤍

clara himmel